Walk-Over-Verfahren: Grabenloser Leitungsbau - Thomsen Gruppe

Walk-Over-Verfahren

Der Einsatz der gesteuerten Horizontalbohrtechnik (HDD-Verfahren) erstreckt sich nicht nur auf Querungen von Hindernissen. Beispielsweise gewinnen die grabenlose Verlegung von Versorgungseinheiten in Innenstädten sowie das Verlegen von Leitungen in Naturschutzgebieten immer mehr an Bedeutung. Dies ist vor allem deswegen der Fall, da die HDD-Vorgehensweise den Boden samt Oberfläche schützt. Das von der Firma Thomsen eingesetzte Walkover-Verfahren sorgt hierbei für genaue und sorgfältige Ergebnisse.

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WAS IST EIGENTLICH DAS WALK-OVER VERFAHREN?

Der Bohrvorgang beim Horizontal Directional Drilling-Verfahren (sog. HDD-Verfahren) erfordert stetige Kontrolle und Beobachtung. Dies ist deswegen notwendig, da es sich hierbei um eine geschlossene Bauweise handelt, bei der kein Graben vorhanden ist. Diese grabenlose Praxis des Tiefbaus erweist sich im Leitungsbau bei unterirdischen Querungen als vorteilhaft. Für die Ortung und Steuerung des Bohrkopfes hat sich als Grundverfahren das Walkover herausgebildet. Dieses wird immer dann angewandt, wenn der Messtechniker – im Rahmen der Pilotbohrung – die Trasse auf der Baustelle abläuft. 

WIE FUNKTIONIERT DAS WALK-OVER VERFAHREN?

Bei der Walkover-Vorgehensweise wird ein Sender hinter den Bohrkopf in ein Bohrgestänge eingebaut. Dieser Sender stellt die dreidimensionale Position des Bohrkopfes fest und liefert gleichzeitig Informationen über die Neigung, Richtung und den Winkel. Mithilfe des Senders ist eine Navigation des steuerbaren Bohrkopfes möglich. Dieser liefert den erforderlichen Einblick während der grabenlosen Durchführung und Verlegung der Versorgungsleitungen. 

WAS SIND DIE VOR- UND NACHTEILE DES VERFAHRENS?

Die Vorgehensweise des Walkover bietet sich vor allem bei kleineren Bohranlagen an. Die Handhabung und Ortung ist unkompliziert und flexibel. Insbesondere ist keine Installation von Kabeln erforderlich. Deshalb fallen die Kosten im Vergleich zu anderen Verfahren geringer aus. Darüber hinaus kann die Trasse zur Ortung mit dem Empfangsgerät unkompliziert abgelaufen werden. Da die Ortung jedoch von einem elektromagnetischen Feld abhängt, kann es hierbei zu Beeinträchtigungen kommen. Sowohl über-, als auch unterirdische Bodenschichten können das Signal stören. Dasselbe gilt für Stahlstrukturen. Zudem nimmt die Genauigkeit der Daten ab, wenn die Rohre in größeren Tiefen verlegt werden. Alternativ bietet sich in solchen Fällen jedoch das sogenannte Wireline-Verfahren an.

Unsere Firma Thomsen Bohrtechnik arbeitet mit beiden Verfahren und Steuerungssystemen. Sorgfältig durchdachte Planung und fachmännisches Wissen gehen bei uns Hand in Hand: Wir begegnen jedem Projekt und jeder Baustelle mit gesondertem Augenmerk. 

WIE WIRD DAS WALK-OVER VERFAHREN UMGESETZT?

Das Walkover-Verfahren sorgt dafür, dass vor allem während der Pilotbohrung der Bohrkopf richtig gesteuert wird. Ziel ist es, dass die geplante Bohrachse während des Bohrvorgangs möglichst keine Abweichung erfährt. Umsetzen lässt sich das durch den kabellosen und batteriegeladenen Sender sowie ein Empfangsgerät. Das System basiert dabei auf elektromagnetischen Impulsen und Wellen. Beide Geräte müssen hierbei für eine Ortung auf derselben Frequenz arbeiten. Für die Erlangung von sogenannten Absolutdaten ohne Abweichung, muss das Gelände vor dem Bohrbeginn eingemessen sein. Zudem sind alle Messgeräte vorher noch zu kalibrieren. Dadurch wird frühzeitig verhindert, dass die Ist- und Sollwerte voneinander abweichen.

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